Dienstag, 18. August 2015

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Das natürliche Antibiotikum


Die Kapuzinerkresse stammt aus Peru und wurde im 17. Jahrhundert - wie auch die Kartoffel, die Tomate und der Mais - von Südamerika nach Europa geholt. In Europa hielt man sie zunächst als Zierpflanze in Gärten. Sehr bald stellte man aber fest, dass sie auch über außergewöhnliche Heilkräfte verfügt.


Sowohl in den Blättern als auch in den Blüten und Früchten der Kapuzinerkresse findet sich ein keimwidriger Stoff, der wie ein Antibiotikum die Vermehrung von krankheitsauslösenden Keimen verhindert. Antibiotika sind Stoffe, die von bestimmten Organismen erzeugt werden, um andere Organismen zu zerstören oder sie in ihrem Wachstum zu bremsen.

Vorteile der natürlichen Antibiotika
Die meisten Antibiotika, die heute therapeutisch genutzt werden, stammen von Pilzen oder Bakterien. Die Kapuzinerkresse ist eine der wenigen bekannten höheren Pflanzen, die eine antibiotisch wirkende Substanz zu bilden vermögen. Dieser Stoff besitzt einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Antibiotika:

Er zerstört nicht die normale Bakterienflora des Verdauungstraktes. Das Antibiotikum der Kapuzinerkresse löst keinen Durchfall aus und führt nicht zu Fäulnisprozessen im Darm, die sehr häufige Nebeneffekte bei Einnahme herkömmlicher Antibiotika sind.
Er führt nicht zu Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien, die häufig bei Gebrauch der synthetischen Antibiotika auftreten.
Die Einnahme ist unkompliziert. Der Stoff muss weder gespritzt noch als lästiges Zäpfchen zugeführt werden. Das Einzige, was man tun muss, ist, einen appetitlichen, herzhaft schmeckenden Salat zu essen.

Märzenbecher am Naturstandort